Ehrenmal

Am Schützenfest des Jahres 1953 wurde das neue Ehrenmal eingeweiht.

 

Sünninghausen Ehrenmal
Sünninghausen Ehrenmal
Sünninghausen Ehrenmal
Sünninghausen Ehrenmal

Am Sonntag, dem 12. Juli 1953 marschierte der Schützenverein unter Vorantritt des Oelder Blasorchester zum neuen Ehrenmal, um das sich im weiten Rund die gesamte Bevölkerung versammelt hatte. Noch verhüllte ein weißes Tuch das Denkmal, als Oberst Kasper Becker vortrat, um allen Spendern und Förderern im Namen des Schützenvereins den Dank für ihre tatkräftige Unterstützung auszusprechen. Einen besonderen Willkommensgruß entbot er Pfarrer FehIker, Pastor Schmidt, Amtsbürgermeister Sprenker, Bürgermeister Kampmann und den Mitgliedern des Gemeinderates sowie Amtsdirektor Börger.

In der Lokalzeitung „Die Glocke“ schrieb man in der Ausgabe vom 13. Juli 1953 über die Einweihung des Denkmales, folgendes: „Pfarrer Fehlker segnete das neue Ehrenmal, nachdem es Bildhauer Heinrich Lückenkötter enthüllt und damit den Blick auf das überlebensgroße Relief freigegeben hatte. Das Blasorchester stimmte den Choral „Die Himmel rühmen des ewigen Ehre“ von Ludwig van Beethoven an. Lassen Sie uns in dieser weihevollen Stunde derer gedenken, die in den Jahren des furchtbaren und grausamen Krieges ihr Leben geopfert haben, rief Pastor Schmidt den Versammelten zu.
Über hundert tapferer Männer, die treu bis in den Tod gewesen sind, habe dieser Krieg von der Gemeinde gefordert. Sie hätten sich getreu den Worten der heiligen Schrift die Krone des Lebens verdient und seien im Glauben an eine gute Zukunft ihres Vaterlandes gefallen.
Die Namen dieser Männer würden nicht nur weiterleben auf diesem Gedenkstein, sondern in den Herzen aller, in denen sie ein Denkmal gefunden hätten, das stärker sei als dieser Stein. Ihrer zu gedenken und ihnen zu danken sei die Verpflichtung in dieser feierlichen Stunde.
Nach einem Lied des gemischten Chores sprach Oberst Kasper Becker und stellte mit Genugtuung und Stolz fest, dass man das vor einem Jahr gegebene Versprechen, den Gefallenen und Vermissten ein Denkmal zu errichten, eingehalten habe. Er dankte der Gemeindevertretung für eine namhafte Spende, dem Kirchenvorstand für die Hergabe des Grundstückes, der Denkmalskommission für ihre verantwortungsvolle Arbeit, allen freiwilligen Helfern und ganz besonders dem Bildhauer Heinrich Lückenkötter für die Ausführung. In ergreifenden Worten schilderte der Schützenoberst die Opfer der vielen Millionen Gefallenen und Kriegsgefangenen, der Vertriebenen aus dem Osten, der In der Heimat unter den Trümmern Begrabenen und aus den Städten Geflohenen und vergaß dabei nicht auch die schweren Nachkriegsjahre in die Erinnerung zurückzurufen.
Mit diesem Ehrenmal habe man auch der Zeit einen Erinnerungsstein gesetzt. Das Bewusstsein, dass die Heimat ihre tapferen Söhne nicht vergessen habe, möge – so sagte Oberst Becker abschließend – dazu beitragen, die Wunden auch der Angehörigen zu heilen.
Bürgermeister Kampmann gab namens der Gemeindevertretung das Versprechen, das Ehrenmal zu pflegen und es in den Schutz der Gemeinde zu nehmen. Amtsdirektor Börger warnte angesichts der großen Tragödie des vergangenen Krieges vor falschen Propheten mit ihren bekannten Parolen „Über Gräber vorwärts“. Angesichts dieses Ehrenmals verpflichte man sich gemeinsam dazu, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu üben und zu wahren.
Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden senkten sich die Fahnen, Böllerschüsse verhallten, und zum Abschluss der erhebenden Feierstunde stimmten die Anwesenden in die dritte Strophe des Deutschlandliedes ein.

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Infotafel Ehrenmal Sünninghausen
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Infostele Ehrenmal Sünninghausen
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